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Brennwerttechnik

Brennwerttechnik gibt es für Oel- und Gasheizungen.

Bei Brennwertsystemen wird die Energie, die bei der Verbrennung als Abgas- Wasserdampfgemisch entsteht, und normalerweise ungenutzt durch den Schornstein entweicht, genutzt.

Unter Brennwerttechnik versteht man also das Herunterkühlen des Abgases bis zur Kondensatbildung. Die dabei freigesetzte Energie wird dem Heizkreislauf zugeführt. Dies erfolgt bei einem herkömmlichen Kessel nicht, denn dort wird die im Kondensat enthaltene Energie über den Schornstein in die Umwelt abgeführt.

Erdgas ist für diese Technologie besonders geeignet, weil es einen hohen Wasserdampfanteil, aber praktisch keinen Schwefel im Abgas hat. Das zurückbleibende Kondensat ist deshalb schwefelfrei und wird mit dem Hausabwasser abgeführt.  Bei Ölbrennwerttechnik wird das Kondensat über eine Neutralisation geleitet und mit dem Hausabwasser abgeführt. In  Zukunft wird nur noch schwefelfreies Heizöl eingeführt, damit entfällt die Neutralisation.

In Ein- und Zweifamilienhäusern können kleine wandhängende Brennwertkessel den bisherigen Heizungskeller überflüssig machen, der dann für andere Zwecke genutzt werden kann. Bei Einbau in Räumen unter dem Dach kann man sogar auf den Schornstein verzichten - eine kurze Luft- bzw. Abgasdurchführung nach außen genügt.

Der 2. Vorteil:

Wer mit moderner Brennwerttechnik heizt, bekommt seltener Besuch vom Schornsteinfeger.

Bislang wurden Heizungsanlagen für feste Brennstoffe ab 15 kW jährlich betreut, wenn sie mechanisch beschickt wurden – d. h. der Brennstoff wird automatisch aus dem Speicher zugeführt (z.B. bei Pelletheizungen durch eine Förderschnecke, von Hand befeuerte Anlagen nur einmal, unmittelbar nach Errichtung). Für beide dieser Anlagearten gilt seit  2010 die regelmäßige Messung  nur alle 2 Jahre.